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Aktu­el­ler News­let­ter
Foto: Benja­min Gutz­ler

Newsletter August 2019

Von Brigitte Thies-Böttcher

im vergan­ge­nen Herbst haben Sie mit einem Schrei­ben von den Verän­de­run­gen im Vorstand des Förder­ver­eins erfah­ren. Jetzt möchte ich Sie über unsere Arbeit des vergan­ge­nen Jahres infor­mie­ren.

Im Okto­ber 2018 hat sich der Verein – erst­ma­lig in neuer Vorstands­be­set­zung – anläss­lich einer Veran­stal­tung des Forum Stadt­bildder Öffent­lich­keit präsen­tiert, zusam­men mit ande­ren Verei­nen, die sich um die Neuge­stal­tung der alten Stadt­mitte, um Molken­markt und Klos­ter­vier­tel, Gedan­ken machen und sich alle ehren­amt­lich für eine sinn­volle Gestal­tung der alten Stadt­mitte einset­zen. Der Bebau­ungs­plan des Senats kommt nach mehre­ren Jahren des Still­stands zur Umset­zung. Wie Sie viel­leicht der Presse entneh­men konn­ten, wird der Molken­markt umge­stal­tet und bebaut. Dies hat auch Auswir­kun­gen auf das Klos­ter­vier­tel, beson­ders betrof­fen ist das Areal der alten Schule, da die Grun­er­straße seit diesem Früh­jahr zurück­ge­baut wird.

Aus diesem Grund sind wir in stän­di­gem Austausch und inten­si­ven Gesprä­chen mit dem Senat für Stadt­ent­wick­lung, dem Landes­ar­chäo­lo­gen und den Vertre­tern des Landes­denk­mal­am­tes.

Am 20. Mai fand eine Tagung der Histo­ri­schen Kommis­sion zu Berlin e. V.zur Fran­zis­ka­ner­klos­ter­kir­chen­ruine statt. Bemer­kens­wert war, dass in Bezug auf das Areal weiter­hin eine große Perspek­tiv- und Ratlo­sig­keit vorherrscht. Zurzeit aller­dings ist das Klos­ter­vier­tel nicht Schwer­punkt des Gesche­hens, sondern der Molken­markt. Es besteht Hoff­nung, dass das Projekt der wieder zu errich­ten­den Schule dennoch nun größere Aufmerk­sam­keit erfährt.

Bevor aber bauli­che Maßnah­men zum Tragen kommen können, müssen die in diesem Bereich geplan­ten archäo­lo­gi­schen Grabun­gen abge­schlos­sen sein. Dies wird voraus­sicht­lich nicht vor 2023/​24 der Fall sein.

Doch gibt es bei all diesen posi­ti­ven Anzei­chen und Entwick­lun­gen nach wie vor viele Hinder­nisse, die es zu über­win­den gilt.

Das alte Schul­grund­stück und die angren­zen­den Gebäude gehö­ren dem Berli­ner Senat. Die Stif­tung Berli­ni­sches Gymna­sium zum Grauen Klos­terbemüht sich auf verschie­de­nen Wegen um Rück­über­tra­gung, doch ist der Ausgang dieser Bestre­bun­gen nicht voraus­seh­bar. Viel eher könnte man – im Hinblick auf die Grund­stü­cke – an ein ähnli­ches Verfah­ren wie beim House of Onedenken, wo der Senat das Areal den Akteu­ren für einen Euro über­las­sen hat, die dort die Idee eines inter­re­li­giö­sen Dialogs in einem gemein­sa­men Gebets- und Versamm­lungs­haus umset­zen möch­ten.

Die Voraus­set­zun­gen dafür sind aber natür­lich ein über­zeu­gen­des Schul­kon­zept, eine über­zeu­gende Finan­zie­rung und eine attrak­tive archi­tek­to­ni­sche Planung. Daran arbei­ten wir und sind hoff­nungs­voll, dass wir auch in diesen schwie­ri­gen Fragen voran­kom­men werden. Dazu gilt es auch, möglichst viele Unter­stüt­zer zu finden, sei es aus der Poli­tik, die – beson­ders im Bezirk Mitte – diesem Vorha­ben eher skep­tisch gegen­über­steht, aber natür­lich auch und vor allem aus der Berli­ner Stadt­ge­sell­schaft.

Im Vorstand denken wir derzeit über ein offe­ne­res Schul­kon­zept nach, das sich in eini­gen Punk­ten vom Ausgangs­kon­zept der Initia­to­ren unter­schei­den wird. Die Idee ist, den heuti­gen Rahmen­be­din­gun­gen etwas mehr Rech­nung zu tragen und auch in der Reli­gi­ons­frage offe­ner zu sein. Dies entspricht auch der histo­ri­schen Schule, die eine städ­ti­sche war und offen für alle Schü­ler und Lehrer. Da die Schule an die Tradi­tion des Berli­ni­schen Gymna­si­ums zum Grauen Klos­ter anschlie­ßen wird, werden die alten Spra­chen weiter­hin eine wich­tige Rolle spie­len. Auch der Tradi­tion des Leis­tungs­ge­dan­kens soll diese Schule verpflich­tet sein. Um der Histo­rie und der Tradi­tion ein größe­res Gewicht zu verlei­hen, ist der alte histo­ri­sche Name der Schule wieder im Gespräch: Berli­ni­sches Gymna­sium zum Grauen Klos­ter.

Über all das möch­ten wir mit Ihnen im Spät­herbst spre­chen, wenn wir Sie zu einer Mitglie­der­ver­samm­lung einla­den.

Die Mitglie­der­ver­samm­lung findet am 5. Novem­ber um 19 Uhr
im Evan­ge­li­schen Kirchen­fo­rum
in der Klos­ter­straße 66, 10179 Berlin statt

Wir hoffen und wünschen uns, dass Sie dem Projekt weiter verbun­den blei­ben, damit wir, die Akti­ven, sich gut unter­stützt fühlen können.

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