Die Wiederbegründung
des Grauen Klosters
in Berlin-Mitte
Darf man
in unserer Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche über eine neue und doch
traditionsreiche Schule in der Mitte Berlins nachdenken? Ja, man muss es!
Seit einigen Jahren ist Berlin wieder Deutschlands
Hauptstadt und damit auch Brennpunkt von Selbstzweifeln, wirtschaftlichen
Ängsten und Irritationen zwischen Ost und West. Dagegen ruft eine
hoffnungsfrohe Gruppe von angesehenen Bürgern dieser Stadt, bunt gemischt aus
Ost und West, ehemaligen und heutigen Klosteranern, Schulvertretern,
Kirchenvertretern und Eltern:
Baut das Evangelische Gymnasium zum Grauen
Kloster in Berlin-Mitte!
Wir wollen die neue Mitte Berlins nicht nur durch Bundes-, Landes-
und Bezirksverwaltungen, durch diplomatische und Firmen-Vertretungen, Gerichte,
Banken, Büros und Gewerberäume geprägt sehen: Wir wollen fröhliche junge
Menschen aus ganz Berlin in diesem ältesten Teil der Stadt auf einer besonderen
Schule zusammenführen.
Diese Schule soll den an diesem Ort schon immer
besonders lebendigen christlichen Geist, die starke jüdische Tradition, eine
gründliche humanistische Bildung: die Fähigkeit zum Lernen für das Leben
vermitteln. Auf bewährten Fundamenten – im Boden und im Geist –
wollen wir eine ausgezeichnete Schule wiederbeleben, die dort vor 430 Jahren
gegründet wurde und die im Wahnsinn des 2. Weltkrieges 1945 endete.
Besonders dankbar sind wir der Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung für ihre Anregungen und Hilfen bei der Planung der neuen
Schule. Herzlich danken wir dem heutigen Evangelischen Gymnasium zum Grauen
Kloster, dass es die Tradition des alten Berlinischen Gymnasiums zum Grauen
Kloster in der Wilmersdorfer
Schule lebendig erhalten hat – und für die große Unterstützung bei der
Wiederbegründung des Klosters in Berlin-Mitte, ihrer zukünftigen Schwester. Wir
danken der Schulstiftung der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg und der
Evangelischen Kirche insgesamt für die vielfältige und unbürokratische
Unterstützung und Begleitung. Wir danken aber auch der Stiftung Berlinisches
Gymnasium zum Grauen Kloster, der Vereinigung ehemaliger Klosteraner, den heutigen
einsatzfrohen Lehrern, Eltern und Schülern sowie all den interessierten
Menschen aus so unterschiedlichen Bereichen wie Bauen, Planen, Geschichte,
Medizin, Banken, Recht, Publizistik und Theologie, aus vielen
Großorganisationen und aus der Politik, die sich zusammengefunden haben, um die
neue Schule zu bauen.
In den
haben
Freunde und Förderer des Grauen Klosters gedankliche und ideelle Grundlagen der
neuen alten Schule zusammengetragen. Wir wünschen uns, dass diese Beiträge noch
mehr Menschen dazu anstiften, dieses finanziell eigentlich unvernünftige,
traumhafte Vorhaben mitzutragen
– Menschen, die an unsere Kinder, an unsere Jugend und an die Zukunft mit
Gottes Hilfe glauben.
Berlin, im
Mai 2004
Ernst Brenning
Ernst Brenning ist Vorsitzender des Fördervereins des Evangelischen Gymnasiums zum Grauen Kloster - Berlinisches Gymnasium in Berlin-Mitte e.V. und Vorsitzender der Gesamtelternvertretung am
gestaltet
von Schülerinnen und Schülern des
Evangelischen Gymnasiums zum Grauen Kloster,
Berlin-Wilmersdorf.